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	<title>Moderne Interpretationen der Odyssee</title>
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		<title>5. Gesang: Im Gewirr des wilden Lauches</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 02:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aennkaezzzrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Odyssee]]></category>
		<category><![CDATA[Hochglanzleben]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelle Grenzerfahrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die heutige Odyssee führt mich erneut in unbekanntes Territorium, ein Begriff der im Verlaufe dieses Essays in seinem ursprünglichen, geographischen Wortsinn aufgefasst werden darf: Gedanklich werde ich in den folgenden Paragraphen meine Reise nach Chicago erneut vollziehen und versuchen meine &#8230; <a href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/2008/08/06/5-gesang-im-gewirr-des-wilden-lauches/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=26&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Die heutige Odyssee führt mich erneut in unbekanntes Territorium, ein Begriff der im Verlaufe dieses Essays in seinem ursprünglichen, geographischen Wortsinn aufgefasst werden darf: Gedanklich werde ich in den folgenden Paragraphen meine Reise nach Chicago erneut vollziehen und versuchen meine Eindrücke einer amerikanischen Weltstadt mit höchstmöglichstem Realitätsgrad und exakter Wiedergabe meines Gefühlschaos wiederzuspiegeln.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Wie bei wohl jedem ernsthaften Versuch eine Situation in ihrem Kontext wiederzugeben, muss ich an dieser Stelle zunächst die Verhältnisse in meiner direkten, alltäglichen Umgebung schildern um dem Leser meine Emotionen beim Besuch Chicagos verständlich zu machen: Vor Antreten meiner Odyssee träumte ich von in der Sonne glitzernden Wolkenkratzern, neonfarbenen Leuchtreklamen, überfüllten Bürgersteigen, hippen Restaurants und Mode direkt vom Laufsteg wenn ich in meinen Gedanken einige Minuten dem Traum des amerikanischen Städtelebens anstelle von elementaren Zusammenhänge der keynesianischen Wirtschaftslehre widmete. Besonders der weiblichen Leserschaft mag diese Beschreibung familiär vorkommen und wie Schuppen mag es nun einigen von den Augen fallen, dass diese Vorstellungen wohl eher auf einen Überkonsum von „Sex and the City“ und anderen amerikanischen Hochglanzserien als realen Gegebenheiten zu verdanken ist. Dieser Verschwendung meiner knappen Erdenzeit ist es auch zu schulden, dass sich amerikanisches Leben im Geflecht meiner Gedankenströme zwischen polierten Hochhausbauten und ausgedehnten Vorstadtvillen abspielte. Dass dies die Realität nur bedingt wieder spiegelt konnte ich schnell feststellen als meine Fahrt vom Flughafen durch Bauruinen und brachliegende Flächen führte und ich anstatt großzügiger, gepflegter Vorgärten einen Parkplatz als Ausblick meines bescheidenen Domizils vorfand</span><a name="_ftnref1" href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/wp-admin/#_ftn1"><span class="MsoFootnoteReference"><span><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12pt;font-family:Arial;">[1]</span></span></span></span></a><span style="font-size:small;">. Obwohl diese Wohnlage angeblich dem Vermögensniveau eines Durchschnittamerikaners entsprechen soll, streben sich meine europäischen Vorstellungen einer angenehmen Wohnbehausung gegen diese Tatsache: Nach der Dichte der Außenisolierung meines Apartments zu urteilen wäre ich überrascht diese Qualität im alten Europa als Verwendung zur Bauwerksabdichtung zu finden. Dass der fertige Bau das Attribut „isoliert“ nicht verdient zeigt sich schnell, als bereits nach einer Stunde ohne das beruhigende Surren der Klimaanlage die Atmosphäre innerhalb der Wohnung weder in Hinblick auf Feuchtigkeitsgehalt noch auf Temperatur derjenigen außerhalb der Wohnung in geringster Weise nachsteht.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Zurück aber nun zum eigentlichen Thema: Nachdem ich mich nun schon an den Standard amerikanischer Behausungen angepasst hatte nahm ich das Wagnis auf mich Neues zu entdecken und brach ein Wochenende aus der Tristesse des durchschnittlichen Wohnens aus. Angekommen in der drittgrößten Stadt des geographisch drittgrößten Landes überkam mich beim Anblick der Szenerie ein unbekanntes Schwindelgefühl welches es mir zunächst auf die Hitze und lange Fahrt schiebend jedoch auch nach längerem Aufenthalt im (klimatisierten) Hotel nicht zu verdrängen gelang. Es dämmerte mir, dass dies wohl mehr mit dem langsamen Wiedergewinnen verloren geglaubter Erinnerungen zu tun hatte als mit der hervorragenden Wetterlage außerhalb meines Aufenthaltsortes. Schlagartig flogen Sequenzen gefüllt mit clichehaften Vorstellungen über das so unalltägliche Leben in dieser Grosstadt an meinem geistigen Auge vorbei. Erholt vom ersten Schock dieses Gedankenschlages begann ich kurze Zeit später dennoch meinen unaufhaltsamen Zug durch die Highlights eines Ortes, der seinen ursprünglichen, im indianischen Jargon verwurzelten Namen „Stinktier“ zunächst in „wilder Lauch“ umänderte, bevor sich französische Missionare der Misere erbarmten und den heutigen Namen der Wolkenkratzerschluchten prägten. Und tatsächlich – was ich bereits als surreale Darstellung amerikanischer Filmemacher abgeschrieben hatte, wandelte sich schlagartig in eine auch für durchschnittliche Erdenbürger erfahrbare Realität. Hippe Restaurants, neonfarbene Leuchtreklamen, glitzernde Wolkenkratzer und überfüllte Buergersteige wurden wenigstens für ein Wochenende auch zu meiner Wahrheit DES amerikanischen Lebensgefühls. Von gleißender Sonne, blau schimmerndem Wasser, glitzerndem Sandstrand und einem kühlenden Bier wurde mein Ausbruchversuch beinahe zur wahr gewordenen Kombination sämtlicher Hochglanzserien – hätten die Regisseure der Stadt des wilden Lauches nicht die zuletzt wichtigste Komponente vergessen: Mode direkt vom Laufsteg. </span></span></p>
<div><span style="font-size:small;"></p>
<hr size="1" /></span></div>
<div id="ftn1">
<p class="MsoFootnoteText" style="text-align:justify;margin:0;"><a name="_ftn1" href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/wp-admin/#_ftnref1"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[1]</span></span></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"> Auch wenn dies zunächst auf höchste unromantisch scheint, hat ein solcher Parkplatz doch gewisse Vorteile gegenüber der erwähnten Rasenfläche. Per Gesetz ist es nämlich dem Gartenbesitzer vorgeschrieben sein Grün erreicht es eine gewisse Höhe zu stutzen. Da sich meine Abneigung für sonntägliches Mähen der nach oben schießenden Pflänzchen nur mühsam unterdrücken lässt bin ich recht dankbar über die – wenn auch hässliche, doch sehr pflegeleichte – graue Abdeckung meines Vorplatzes. </span></span></p>
</div>
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		<title>4. Gesang: Land der unbegrenzten Attraktionen</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jul 2008 18:17:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aennkaezzzrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[American Leisure]]></category>
		<category><![CDATA[Die Odyssee]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelle Grenzerfahrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich zu Beginn möchte ich für meine lange schriftstellerische Untätigkeit aufrichtigst um Entschuldigung bitten. Der Grund hierfür ist ein einfacher: Die viel gelobten unbegrenzten Möglichkeiten dieses Landes bestehen tatsachlich – und wollen nicht ungenutzt bleiben. Während ein idealistisch gesinnter Europäer &#8230; <a href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/2008/07/13/4-gesang-land-der-unbegrenzten-attraktionen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=17&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Gleich zu Beginn möchte ich für meine lange schriftstellerische Untätigkeit aufrichtigst um Entschuldigung bitten. Der Grund hierfür ist ein einfacher: Die viel gelobten unbegrenzten Möglichkeiten dieses Landes bestehen tatsachlich – und wollen nicht ungenutzt bleiben. Während ein idealistisch gesinnter Europäer bei der Verwendung des Terms „unbegrenzte Möglichkeiten“ die Verwirklichung eines individuellen Traumes durch die Gründe seiner Gedanken ziehen lässt (man stelle sich meine Wenigkeit über die Ideale des amerikanischen Traums sinnierend in die Sonne blinzelnd vor), scheint sich der Durchschnittsamerikaner eine andere Interpretation jener Möglichkeiten zu eigen gemacht zu haben: Die Unzahl an verschiedenen zum Freizeitvertreib aufgebotenen Attraktionen liegen so manchem amerikanischen Bürger näher am Herzen als das Erstreben alter, demokratischer Ideale. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Baseball ist eine dieser Attraktionen die der jahrzehnte alten Dynastie beliebtester Vergnügungen angehören. Bei der Realisierung dieser Aktivität widmet sich ein generalisierter Amerikaner</span><a name="_ftnref1" href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/wp-admin/#_ftn1"><span class="MsoFootnoteReference"><span><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:12pt;font-family:Arial;">[1]</span></span></span></span></a><span style="font-size:small;"> über eine minimale Dauer von 200 Minuten hochkonzentriert dem für über 21jährige obligatorischen Alkoholkonsum - während das Spiel an sich zur Nebensache wird. Es scheint als diene der Spielbesuch mehr dem geselligen Zusammensein mit Prädikat „kinderfreundlich“ als dem Herbeifiebern eines wohlverdienten Sieges. Erklingt nach dem siebten Inning (meist nach über 120 Minuten Spielzeit bzw. Biergenuss) die Aufforderung sich von seinem Sitz zu erheben und auf der Suche nach nicht verkümmerten Muskeln Arme und Beine zu strecken wird dies nur von Ärzten unter den Besuchern als notwendige Vorbeugungsmaßnahme empfunden, die Mimik anderer Besucher lässt darauf schliessen, dass der Akt eher als unnötige Störung der nachmittäglichen Ruhe empfunden wird. Der in fußballerischer Leidenschaft bewandte Europäer sieht sich spätestens nun enttäuscht von einem Erlebnis das sich entgegen aller Erwartungen nicht zum vierstündigen Nervenkitzel und emotionalen Freudenrausch entpuppt. Verwirrt sucht er nach einer Erklärung für die Liebe die unser Amerikaner für diese 240-minütigen Einöde empfindet. Von Kindesbeinen an trainierte, deutsche Geschmacksknospen lassen Bierkonsum &#8211; aufgrund niedriger Qualität des amerikanischen Gebräus (als Brauerenkelin ist es mir ein Graus die Bezeichnung Bier hierfür anzuwenden) &#8211; als mögliche Antwort ausschließen.<span>  </span>Nach kurzer Betrachtung anderer Variablen (Essen: negativ; Bequemlichkeit: negativ; Unterhaltungswert: gegen 0; Emotionen: gänzlich 0) scheint nun tatsächlich nur das soziale Beieinander einer näheren Prüfung standzuhalten; auch wenn sich das rationale Wesen fragt, was das Szenario einer Familienzusammenführung in sengender Sonne im vollbesetzten Baseballstadium (oder je nach Wetterlage strömendem Regen) gegenüber jenem im schattigen Garten reizvoller erscheinen lässt. Spätestens als der Jubel über den Homerun der heiß geliebten Tigers erst ausbricht wenn der Meisterstreich des Batters in Wiederholung auf der Videoleinwand gezeigt wird, sind letzte Zweifel ausgeräumt, dass es sich bei dem Rasen bewachsenen Viertelkreis nicht nur um den geographischen Mittelpunkt des Stadiums, sondern auch um jenen der ungeteilten Aufmerksamkeit handeln könnte. Verdutzt geht der Sport liebende Europäer nach Hause und lernt, beim nächsten Besuch entweder gute Unterhaltung oder zumindest gutes Bier durch die stark bewachten Eingänge des Detroiter Tiger’s Käfig zu schmuggeln.<span>  </span></span></span></p>
<div><span style="font-size:small;"></p>
<hr size="1" /></span></div>
<div id="ftn1">
<p class="MsoFootnoteText" style="text-align:justify;margin:0;"><a name="_ftn1" href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/wp-admin/#_ftnref1"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-family:Arial;"><span><span class="MsoFootnoteReference"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">[1]</span></span></span></span></span></a><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:x-small;"> Definition eines gerneralisierten Amerikaners: Da sich mein Aufenthaltsort und Objekt meiner Beobachtungen im Norden des Staatenbundes befindet, vermisst das Bild des amerikanischen Typs unglücklicherweise den vermeintlich obligatorischen Cowboyhut. Ersatzweise darf man &#8211; vor allem in diesem Kontext – beruhigt ein Baseballcap der Detroit Tigers hinzufügen, welches zwar nicht sehr elegant doch seinen Zweck erfüllt: Geschickt genutzt verdeckt es sowohl Geheimratsecken wie auch erste Anzeichen eines sich vermindernden Haupthaares. Beides Phänomene die hier bereits in der Altersgruppe der Collegeabgänger ihren unaufhaltsamen Siegeszug beginnen.</span></span></p>
</div>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aennkaezzzrin.wordpress.com/17/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=17&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>3. Gesang: Amerikanische Waffenliebe</title>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 21:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aennkaezzzrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Patriot]]></category>
		<category><![CDATA[Die Odyssee]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelle Grenzerfahrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bekannt war gewiss vielen schon vor publizieren dieses Blogs, dass nach europäischen Maßstäben das Waffenrecht unserer amerikanischen Brüder beinahe als freizügig charakterisiert werden könnte. Nachdem ich mich von meinen Irrwegen durch das Meer des amerikanischen Geschmacks erholt hatte, begab ich &#8230; <a href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/2008/05/12/3-gesang-amerikanische-waffenliebe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=14&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Bekannt war gewiss vielen schon vor publizieren dieses Blogs, dass nach europäischen Maßstäben das Waffenrecht unserer amerikanischen Brüder beinahe als freizügig charakterisiert werden könnte. Nachdem ich mich von meinen Irrwegen durch das Meer des amerikanischen Geschmacks erholt hatte, begab ich mich als eifriger Student der Kulturwissenschaften hin zum nächsten Schlachtfeld interkultureller Brandherde. Noch leicht geschwächt vom erfolglosen Kampf gegen amerikanischen Gourmetgeschmack beschloss ich nichts geringerem als dem innigen Verhältnis eines Amerikaners und seinem heißgeliebten Feuereisen näher zu kommen. Gleich zu Beginn will ich festhalten, dass ich trotz anscheinend hoher Waffendichte in meinem jetzigen Umfeld aus einer gewissen Distanz über das Thema berichte, da ich als unschuldige Europäerin noch nie in meinem jungen Leben einer Waffe ins Auge blickte &#8211; es sei denn man zählte Spritzpistolen zu dieser Gattung hinzu. Auch im Land tapferer Unabhängigkeitskämpfer konnte ich mich bisher von deren Lieblingsspielzeug physisch ferngehalten, psychisch jedoch wollte ich mir es nicht nehmen lassen dem Phänomen des unabdingbaren Waffenbesitzes näher zu kommen. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Der gängige Amerikaner besitzt nach europäischen Stereotypen zumindest eine Waffe [Anm. d. A.: Dies trifft in der Tat zu und man fühlt sich geneigt der Aussage Karl Heinrich Waggerls „Ein Vorurteil gleicht einer hochnäsigen Empfangsdame im Vorzimmer der Vernunft“ laut zu widersprechen oder zumindest den Einwand zu wagen „Aber Recht hat sie doch“]. Fragt man den stolzen Waffenbesitzer nach dem momentanen Standort der Waffe wird ein europäischer, im Klischee verhafteter Indiana Jones Anhänger jedoch verwundert aufhorchen, denn die Antwort lautet zumeist „zu Haus“ und nicht wie vielleicht erwartet „im Colt“. „Zu Haus“ wird die Waffe sicher in einem exklusiv für diesen Zweck hergestellten, durch mehrere Nummern geschützten Safe aufbewahrt. Eine Maßnahme der unumstritten zuzustimmen ist um Missbrauch durch Fremde oder Unfälle zu verhindern. Jedoch streifte mich kein erleuchtender Glanz in Hinblick auf den eigentlichen Grund des Waffenbesitzes: </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Der erste Platz des auf Nachfrage meist angegebenes Motiv &#8211; es ist möglich, dass meine Umfrage nicht den wissenschaftlichen Anforderungen an Repräsentativität genügt; ich beziehe Rapper und andere Detroiter Gangster ausdrücklich NICHT in die erläuterten Ergebnisse mit ein – gebührt der Selbstverteidigung. Im Falle eines Einbruchs will ein Besitzer eines amerikanischen Mittel- bzw. Oberschichtenhauses heroisch in geübter Cowboymanier<span>  </span>das eigene Hab und Gut verteidigen. Oder besser: Die Tastenkombination mit vor Aufregung flatternden Händen in sein bestgeschütztes <em>weaponcase</em> eintippen, während der bereits eingedrungene Gangster mit klimpernden Goldkettchen vorhandene Wertgegenstände schnell außer Haus schafft. Stattdessen mit flinkem Handgriff <em>911 </em>gekonnt ins Telefon zu tippen und dem Erscheinen seines Freund und Helfers entgegen zu fiebern scheint für einen waschechten Abkömmling unloyaler Kolonialisten keine zu beachtende Alternative zu<em> </em>sein. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Wenige andere versuchten mir durch eine lebendige Darstellung der wechselhaften Jahre der jungen Nation Amerika den Waffenbesitz an sich als eine Variation traditioneller Überlieferungen näher ans Gemüt zu führen.<span>  </span>Und tatsächlich, als sich vor meinem geistigen Auge ein verlassener Kevin Costner in klirrend kalter Vollmondnacht zum knisternden Feuer im Nirgendwo der kargen Steppe begibt beginne ich mich für das vorgebrachte Argument zu erwärmen. Welch Stadtmädchen wollte sich in einer solchen Situation nicht zumindest vor nahenden Wölfen schützen, ganz zu schweigen von kriegerischen Lakota in nächster Nachbarschaft! Ganz verträumt nickend versuche ich meine Gedanken erneut in geordnete Bahnen zu führen und finde mich im Szenario des Unabhängigkeitskrieg wieder als mein Gegenüber mich in seine weniger romantische Wahrnehmung der Teenagerjahre Amerikas zurückholt. Es sind keineswegs die Kämpfe gegen Indianer (die sich fast vom einstigen Gegner ausgerottet heute stolz amerikanische Bürger nennen dürfen), Franzosen oder Spanier gemeint, die die Notwendigkeit des Waffenbesitzes belegen sollen. Nein, die vorgebrachte Argumentationskette nimmt mit dem Kampf zwischen königstreuen und abtrünnigen britischen Brüdern seinen Lauf. Je sehr ich mich bemühe im blutigen Gemetzel des ausklingenden 18. Jahrhunderts einen historischen Grund für das bestehende Waffenrecht zu sehen, es mag mir nicht gelingen. Auch hier hat wohl Hollywood meine Vorstellung dieses historischen Geschehens mehr geprägt als es ein Geschichtsbuch je vermocht hat und so hängen meine Gedanken Heath Ledger nach während ich unbewusst aus europäischer Höflichkeit den Vorschlag meines amerikanischen Freundes bejahe. Die abgegebene Zustimmung wird gleich mit handfester Uhrzeit für kommenden Samstag versehen ehe mein Gegenüber sich in seinen (mit Gewehr bestückten) Jeep schwingt. Als ich verdutzt den in der Luft hängenden Rauchschwaden des abrupten Endes der Diskussion folge, realisiere ich <span> </span>tatsächlich wo ich meinen nächsten Samstag verbringen werde: <em>Don`t miss the 500 tables of weapon at the GUN FAIR </em>lese ich kopfschüttelnd auf von meiner Hand zerknittertem Papier. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aennkaezzzrin.wordpress.com/14/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=14&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zweiter Gesang: Erste Berührungspunkte</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 03:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aennkaezzzrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Odyssee]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrungsaufnahme]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich mich nach zwölfstündigem Schlaf von den Schwierigkeiten der Grenzüberquerung erholt hatte, stand dem Beginn meiner verheißungsvollen, 6-monatigen Entdeckungsreise durch den Dschungel deutsch-amerikanischer Vorurteile kein Hindernis mehr im Wege. Mit beinahe geschlossenen Augen war ich im Begriff gierig mein &#8230; <a href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/2008/04/30/zweiter-gesang-erste-beruhrungspunkte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=10&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div></div>
<p><span style="font-size:12pt;"></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;">
<div class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Nachdem ich mich nach zwölfstündigem Schlaf von den Schwierigkeiten der Grenzüberquerung erholt hatte, stand dem Beginn meiner verheißungsvollen, 6-monatigen Entdeckungsreise durch den Dschungel deutsch-amerikanischer Vorurteile kein Hindernis mehr im Wege. Mit beinahe geschlossenen Augen war ich im Begriff gierig mein Cornflakesmüsli zu verschlingen bis mir beim ersten Biss auch das letzte Träumchen geraubt wurde. Bei näherer Betrachtung bestätigte sich der erste Verdacht: Zwar stimmte die Farbe der in der Schale schwimmenden Flüssigkeit tatsächlich mit jener von frischer Berchtesgadener Bergbauernmilch überein, andere konstituierende Eigenschaften von Bergbauernmilch ließen sich in meiner Schale jedoch nicht feststellen. Ein Blick auf das Etikett klärte mich darüber auf, dass es sich bei der undefinierten Flüssigkeit um „fat free, pasteurized &amp; homogenized skim milk“ handelt; eine nach Milch aussehende, zu meinem Verdruss jedoch nach Wasser schmeckende Müslibeigabe, deren unmittelbare Berührung mit Cornflakes ein europäischer Erdenbürger wohl nur mit höchstem Unbehagen zulässt. Dies gilt <span> </span>besonders für jene Mitglieder genannter Spezies, die psychisch noch dem Land der Träume nahe mit eingeübter Routine den Müslilöffel ergreifenend, den Geschmack der vom Ökotest ausgezeichneten Milch schon erahnen noch ehe er sich auf der Zunge in seiner ganzen Fülle entfalten kann. Man stelle sich nun vor wie anstatt dieses wahrhaftigen Geschmackserlebnis genanntes amerikanisches Substitut die Morgenstimmung wie dünnes Eis klirrend zerbricht (zur einer visuellen Verdeutlichung meiner Emotionen vergegenwärtige man sich Caspar David Friedrichs „Das Eismeer“, <span> </span><a href="http://www.meisterwerke-online.de/gemaelde/caspar-david-friedrich/1746/die-gescheiterte-hoffnung.html"><span style="color:#800080;">http://www.meisterwerke-online.de/gemaelde/caspar-david-friedrich/1746/die-gescheiterte-hoffnung.html</span></a>). </span></p>
<div class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"></div>
<p></span></div>
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-family:Arial;"></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Meine Hoffnung die verlorene Morgenstimmung durch den Geruch frisch gebrühten Kaffees wiederherzustellen wird schon beim Anblick der Kaffeemaschine zu Nichte gemacht. Endgültig zerrinnt sie im bräunlichen Wasser, dessen Quantität zwar mit jedem Tropfen zunimmt, dessen Qualität jedoch vermutlich sogar hinter einem Braun Aromaster F47 zurückbleibt. Noch immer hungernd, aber auf desillusionierende Weise zumindest erwacht, trieb mich mein hungernder Magen zum Entschlusse mich in die für Fußgänger rechtfreie Zone (hiermit referiere ich mich auf sämtliche ausbetonierten Bereiche außerhalb des eigenen Heims) zu wagen, um mir dort mein Frühstück heldengleich im Kampf mit motorisierten Großraumfahrzeugen zu erobern. Inspiriert von meiner Furchtlosigkeit folgte meine mexikanische Mitbewohnerin in Sancho Panza Manier mutig. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Der Pegel meiner Gourmeterwartungen war nach den morgendlichen Erfahrungen stark im Senken begriffen, als ich in den von Musik beschallten Supermarkt trat, der es mit der Größe eines Fußballfeldes ohne weiteres aufnehmen könnte (auch an dieser Stelle möchte ich wieder an mögliche Übertreibungen hinweisen, die jedoch nur der gesteigerten Unterhaltung des Lesers und keineswegs der falschen Darstellung von Tatsachen dienen). Auf der endlos erscheinenden Suche nach Bioprodukten durchforstete ich den Konsumtempel unbekannten Ausmaßes dutzende Male. Grund genug das Kapitel Morgensport für die nächsten Stunden beruhigt als erledigt anzuerkennen. Vergeblich die morgendliche Qual: Die Auswahl beschränkte sich auf horrende Preise für bereits verschrumpelte Äpfel (wem Deutschlands Biopreise zu hoch scheinen, dem empfehle ich eine kurze Exkursion in die Preisstaffelung amerikanischer Supermärkte in diesem Gebiet; diese beginnen in der Regel dort wo man in Deutschland die französische Luxusausgabe biologisch gezogener Gänsestopfleber kaufen könnte) oder moderates Entgelt für Äpfel deren <span> </span>vergiftender Glanz selbst Vitaminhungrige an Schneewittchens Schicksal erinnernd letztendlich freundlich abwinken lässt. Um dem Vorwurf einseitiger Berichterstattung zu entgehen, muss an dieser Stelle die immense Auswahl amerikanischer Supermarkte lobend erwähnt werden. Wer möchte die Auswahl zwischen „Butter White Toast“, „Hemmer’s Sandwich Toast“ oder „THE original Toast“ (um nur drei Sorten eines 12 Meter langen Toastregals zu nennen) missen, wenn es darum geht den best schmeckenden, krustenlosen, viereckigen Brotersatz zu erwählen der von nun an die Frühstückszeremonie eines jeden Morgens eröffnet und somit das Schicksal des weiteren Tagesablaufs unweigerlich bestimmt? Ganz zu schweigen von einer Kältewellen spuckenden, 50 Meter langen Steaktheke die aufgrund ihrer Länge mehr an überwunden geglaubte Niederlagen vergangener Bundesjugendspiele erinnert als an eine Hunger stillende Quelle der Nahrungsmittelzufuhr. Zumindest jedoch für die Liebhaber süßer Speisen sollte ein amerikanischer Supermarkt tatsächlich ein Vorgeschmack auf das erträumte Nirwana sein. Für die vielfältige Ausgestaltung Kohlenhydraten und Überzuckerung in Form von Ahornsirup und Schokoladenriegeln gibt es im alten Europa wohl nur einige wenige Äquivalente. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Nach einem wahren Marathon entschied ich mich letztendlich den Kampf gegen die Windmühlen des amerikanischen Geschmacks aufzugeben und mich getreu in mein Schicksal zu fügen. Bestückt mit einer Vielzahl an Plastiktüten beendete ich resigniert meinen ersten Besuch in einem amerikanischen Konsumtempel und dem Entschluss mich im neuen Kulturkreis neuen Frühstücksritualen zu unterwerfen. Zu Hause angekommen war ich noch so vom Anblick der unglaublichen Auswahl gesättigt, dass ich dem Ratschlag meiner Mitbewohnerin folgend mich mit meinen Leidensgenossen (man nenne sie auch Praktikanten) auseinandersetzte in der frohen Hoffnung mir nun von einem amerikanischen Original die Vorzüge einer „fat free, pasteurized &amp; homogenized skim milk“ vor Augen führen zu lassen. Anstatt eines breiten amerikanischen Slangs begrüßten mich jedoch deutsche Stimmen. Nachdem ich mir darüber im Klaren war, dass es sich hierbei nicht um eine gedankliche Hommage an hinter mir gelassenes handelt (Deutschland), vermochte ich es langsam tastend das <span> </span>wahre Ausmaß dieser Realität zu erfassen. Um mich herum befanden sich keineswegs die <span> </span>erwartete Vielzahl amerikanischen Praktikanten, ausschließlich deutsche (hier muss hinzugefügt werden: vorwiegend süddeutsche) Mitbürger schienen sich auf diesem Fleckchen Erde versammelt zu haben. Rückblicken muss ich erkennen, dass hiermit vermutlich <span> </span>nur ein weiteres Vorurteil auf meiner Odyssee bestärkt wurde: Ich war tatsächlich angekommen, in jenem Land, in dem ethisch geteilte Ghettos mit hippen Begriffen wie Chinatown oder Little Italy zu Vorreitern einer Multikultigesellschaft umgepolt werden. Welcome an Detroit’s Swaibian Creek!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;"> </span></p>
<p> </p>
<p></span></span> </p>
<p></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"> </p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aennkaezzzrin.wordpress.com/10/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=10&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Erster Gesang: Beginn</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 21:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aennkaezzzrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Odyssee]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelle Grenzerfahrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Um einen Blog über Amerikareisen zu eröffnen empfiehlt es sich genau dort anzufangen, wo der menschliche Fuß zum ersten Mal amerikanischen Boden berührt. In Zeiten moderner Verkehrsmittel nehme ich mir die Freiheit diesen Zeitpunkt auf das Aufsetzen des Flugzeuges und &#8230; <a href="http://aennkaezzzrin.wordpress.com/2008/04/22/erster-gesang-beginn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=9&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div></div>
<div><span style="font-family:Arial;"></span></div>
<p><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;">Um einen Blog über Amerikareisen zu eröffnen empfiehlt es sich genau dort anzufangen, wo der menschliche Fuß zum ersten Mal amerikanischen Boden berührt. In Zeiten moderner Verkehrsmittel nehme ich mir die Freiheit diesen Zeitpunkt auf das Aufsetzen des Flugzeuges und somit der indirekten Berührung amerikanischen Bodens zu legen: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;">Wer erinnert sich nicht an das Video der turbulenzreichen Landung am 3. März, die nach einem Anflug der Auszubildenden Pilotin mit einem Durchstartmanöver abgebrochen wurde (als kleine Erinnerungshilfe: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RodWwhqTE8s"><span style="color:#800080;">http://www.youtube.com/watch?v=RodWwhqTE8s</span></a> ). Wie sich die an Bord mitleidenden Passagiere gefühlt haben mögen? Nach einem unvergesslichen Landeanflug auf Detroit, der auf unheimliche Weise den vermeintlichen Instruktionen dieses Videos folgte, kann ich nun nach Belieben Auskunft darüber geben. Spätestens wenn ein Flugzeug 30 Sekunden vor dem Aufsetzen quer zur Fahrbahn steht ist sämtliche Ruhe verflogen. Herzklopfen und schweißnasse Hände bestimmen die herbeigesehnte Ankunft mehr als beklemmende Gedanken an U.S. amerikanische Grenzkontrollen. Nach nervösen Hin- und Herzucken bremst der große Vogel abrupt und rechtfertigte mit diesem Manöver sämtliche blinkende Anschnallzeichen im Großraumflugzeug. Das Herzklopfen weicht erstauntem Unglauben, dass man als Passagier nun doch unversehrt und der Vogel GERADE auf der Fahrbahn steht. </span></p>
<p><span style="font-family:Arial;">Diese Erleichterung hielt in meinem Fall leider nur kurz an, sämtliche Freude über das Erreichen Amerikas und seiner unbegrenzten Möglichkeiten verscheuchten Grenzbeamten eifrig. Meine nun schon schwer geprüfte psychische Verfassung verschlechterte sich zusehends als der Versuch schnellst möglichst das letzte trennende Hindernis zu überwinden scheiterte – aufgrund meiner FINGERKUPPEN. Ihre Abdrücke stimmten nicht mit jenen Überein, die ich wenige Wochen zuvor im Bürokratiedschungel zur Visabeantragung abgegeben hatte. Man mag sich bildhaft vorstellen, wie mir – hoffnungsvoll am Schalter der Homeland Security stehend – die freudige Nachricht von einem fülligen, schwarzen Grenzbeamten überbracht wurde mit der Aufforderung ihn zu begleiten. Nachdem ich gerade die Aufregung der im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubende Landung hinter mir gelassen hatte, wurde mir nun die Freude zu teil, Einreisekontrolle für potentielle Gefahren kennen zu lernen. Während vermeintlich endlosem Warten und zahlreichen (in der Tat war es nur eines, jedoch rechtfertigt meine angespannte Gemütsstimmung zu diesem Zeitpunkt diese Übertreibung um dem Leser meine innere Verfassung näher zu bringen) Interviews über Sinn und Zweck der Reise sah ich den Traum von Amerika hinter blitzenden Gewitterwolken verschwinden. Schlagartig trat die Sonne nach 2 Stunden in Form einer blonden (das Attribut engelhaft schreibe ich ihr eventuell nur aufgrund ihrer erlösenden Nachricht zu) Zollbeamtin hervor, die sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigte: Die Technik hätte ihr einen Streich gespielt. Erleichtert über die Erlaubnis zur Einreise vergaß ich es vollends sie darauf hinzuweisen, dass die Technik wenn überhaupt ja wohl MIR diesen Streich gespielt habe. Als einziges positives Resume dieser beinahe filmhaften Szene darf ich – wie für Touristen sonst wohl eher unüblich &#8211; nun behaupten an Erfahrungen reicher geworden zu sein: Wer hat schon die harten Räder der amerikanischen Einreisepolitik gegenüber potentiellen Verbrechern am eigenen Leib verspürt?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"><span style="font-family:Arial;">Bevor ich Zeit hatte auch nur eines der beiden Extreme annähernd zu verarbeiten, wurde mir gleich das nächste Erlebnis zuteil: Mein Fahrer erwartete mich in der Empfangshalle, nachdem er dort schon 2 Stunden ohne Nachricht auf mich gewartet hatte. Er erleichterte mich sofort um die 40 Kilo meiner beiden Koffer und bat mich freundlich ihm doch bitte zu folgen. Am Auto wäre ich, verhaftet in meinem Status als Student bzw. Praktikant, dann beinahe vorbeigelaufen, hätte mein abrupt stoppender Fahrer mir nicht den Weg des gedankenlosen Weiterträumens versperrt. Dieser Geste entnahm ich, dass die vor mir stehende Limousine nicht etwa für einen amerikanischen B-Promi, sondern für mich bestimmt war. Die plötzlich ändernden Verhältnisse von „potentiellen Gefahr“ zum „hofierten Gast“ überforderten meine Denkreaktion derart, dass ich den Fauxpas beging, mich auf dem Beifahrersitz niederlassen zu wollen. Ein bestürzter Fahrer verwies mich auf die Hinterbank wo sich hinter verriegelten Türen (man halte sich den Aufenthaltsort Detroit vor Augen) und getönten Scheiben schon fast verdrängte Erinnerung an „The 8 Mile“ meiner bemächtigten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;margin:0;"> <span style="font-family:Arial;">Auf der Autobahn, mindestens doppelt so breit wie gewöhnliche Ausführungen dieses Typs in Deutschland, bahnte sich unser Gefährt geschickt seinen Weg und so konnten wir schon kurze Zeit später vor meinem neuen Domizil parken. Beim Aussteigen fiel mein Blick auf allerlei gleichgeschaltete Häuser, die tatsächlich der Filmkulisse von Desperate Housewifes ähneln. Ich nahm das Angebot meines nach wie vor freundlich lächelnden Fahrers dankend an, meine 40 Kilo nun auch in den 1. Stock zu bugsieren. Dort nahm ich weder meine großzügige Wohnung noch die Willkommensnachricht meiner Mitbewohnerin war, mein Blick fokussierte zielstrebig und erfreut das 1,80 Meter breite Bett in dem ich ohne Zögern überfordert von den Eindrücken eines zu langen Tages sofort in tiefen Schlaf verfiel -  in das wahre Land der unbegrenzten Möglichkeiten.</span></p>
<div><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </p>
<div><span style="font-family:Arial;"> </span></div>
<p> </p>
<p> </p>
<p></span></span></div>
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<div><span style="font-family:Arial;"> </span></div>
<p></span><span style="font-family:Arial;"> </p>
<p></span></span></p>
<p> </p>
<br /><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/aennkaezzzrin.wordpress.com/9/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=aennkaezzzrin.wordpress.com&amp;blog=3520841&amp;post=9&amp;subd=aennkaezzzrin&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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